| Die DOC-Regelungen für Friaul-Julisch Venetien zeichnen sich durch eine Übersichtlichkeit aus, die wohl darauf zurückzuführen ist, daß diese Region erst vor ziemlich kurzer Zeit als bedeutender Teil des italienischen Weinbaus in Erscheinung getreten ist. Eine einfache Einteilung in geographische Zonen, deren Weine nach den Traubensorten benannt sind, standen hier nicht so viele Sitten und Gebräuche im Wege.
Mit sechs Zonen und einem runden Dutzend Traubensorten sowie mit den Markennamen, die manche Erzeuger nun einmal unbedingt noch hinzufügen müssen, kommt dann schließlich doch eine verwirrende Zahl von Weinen zustande. Für ihre Unterscheidung mag es hilfreich sein, daran zu denken, daß es eine sehr große DOC gibt, die den größten Teil der Region umfaßt, dann zwei hochwertige Zonen in den Bergen, die beide "Colli" in ihrem Namen haben.
Die Berge um Görz (Gorizia) an der slowenischen Grenze (kurz Collio genannt) tragen die ältesten und besten Reben der Region. Nördlich davon liegt die besondere DOC Colli Orientali del Friuli ("die östlichen Hügel von Friaul") mit ähnlichen Bedingungen für den Weinbau.
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